ABFALL
VERMEIDEN, VERWERTEN, ENTSORGEN

Anders als im Haushalt entstehen in den Produktionsanlagen des Chemieparks Knapsack organische und anorganische Abfälle in festem, flüssigem und gasförmigem Zustand. Jede dieser Abfallarten behandeln wir umweltgerecht, verwerten oder entsorgen sie fachgerecht.

In der Planungs- und Entwicklungsphase von Anlagen prüfen wir, ob künftig die Entstehung von Abfällen vermieden oder minimiert werden kann. Auch Verpackungen und eventuelle Ersatzstoffe beziehen wir in unsere Strategie ein. 

Für zahlreiche wieder verwertbare Materialien, wie Altmetall, Elektronikschrott oder Glas, aber auch Öle und Bauschutt, gibt es neben betrieblichen Sammelstellen ein eigenes Abfallentsorgungszentrum im Chemiepark Knapsack. Die Verwertung oder Entsorgung übernehmen zertifizierte Partnerunternehmen des Chemieparks.

Die in den Produktionsanlagen anfallenden Abgasströme und flüssigen Rückstände, die nicht mehr stofflich verwertbar sind, entsorgen wir zentral und umweltgerecht in den im Chemiepark Knapsack zur Verfügung stehenden, betrieblichen Rückstandsverbrennungsanlagen. Darin enthaltene Schadstoffe werden dort bei Temperaturen über 800 Grad Celsius vernichtet oder gebunden. Die dabei entstehende Salzsäure wird aufgearbeitet und in den Anlagen wiederverwendet. Die Verbrennungsanlagen verfügen über eine mehrstufige Rauchgasreinigung und moderne Messeinrichtungen.

Jürgen Groborz

Leiter Standortsicherheit / Abfallmanagement
Tel.: +49 22 33 48-6139
Fax: +49 22 33 48-94-6139

ENERGIEVERSORGUNG

Die zuverlässige und kostengünstige Versorgung mit ausreichend Energie ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die chemische Industrie. Der Chemieparkbetreiber InfraServ Knapsack liefert die benötigten Energien in Form von Strom und Prozessdampf an die produzierenden Unternehmen.

Die Energieversorgung des Chemiepark Knapsack ist auch zu Spitzenlastzeiten garantiert.

Im Ersatzbrennstoffkraftwerk (EBKW) der EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH werden jährlich bis zu 300.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe thermisch zu Dampf und Strom verwertet. Ergänzt wird dies durch zwei Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD-Kraftwerk) des norwegischen Energieerzeugers Statkraft mit 800 MW und 400 MW installierter Leistung.

Außerdem wird der Chemiepark Knapsack von einem RWE Braunkohle-Kraftwerk in der direkten Nachbarschaft mit Prozessdampf versorgt.