English

Tag der offenen Tür im Chemiepark Knapsack

Interessante Einblicke in die Welt der Chemie erlangten am Tag der offenen Tür mehr  als 3000 Besucher auf dem Gelände des Chemiepark Knapsack. Alois Groß war mit seinen 80 Jahren einer der älteren Besucher, der bei den sommerlichen Temperaturen den Weg zum Feierabendhaus gefunden hatte. „Ich habe 30 Jahre bei EMI gearbeitet, zu einer Zeit, als noch Schallplatten gepresst wurden. Das PVC kam damals von hier, die schwarze Farbe von Degussa aus Kalscheuren. Heute möchte ich mir mal anschauen, wie sich der Park entwickelt hat“, erklärt der Hürther, der sich am Stand der  Vinnolit  kundig machte.

 

Im Saal des Feierabendhauses Knapsack sowie im Foyer präsentierten sich nahezu alle Standortfirmen. Das Interesse war riesig. Bei Bayer CropScience, die unter anderen Pflanzenschutzlösungen für den landwirtschaftlichen Markt herstellen, wurde frisches Obst und Gemüse aus der Region verkauft. Der Erlös kommt einem guten Zwecke zu. Außerdem stand ein Pflanzendoktor mit Rat und Tat zur Seite. Von diesem erhielten auch Jessica Irrgang und ihr Partner Florian Hartl aus Erftstadt gute Tipps. „Wir haben eine drei Meter große Kamelie im Garten, die seit kurzem von Schildläusen befallen ist. Der Pflanzendoktor hat uns ein Mittel aufgeschrieben, das wir zweimal die Woche auf die Pflanze sprühen sollen. Abwarten, ob es klappt. Die Beratung war auf jeden Fall super“, resümiert die 24-Jährige.  

 

Bei Statkraft konnten die Besucher in die Pedale treten, um zu sehen in welchem Verhältnis Kraft zu Energie steht. Bei CABB stand Speisestärke im Mittelpunkt. Die Mitarbeiter zeigten, wie mit modifizierter Speisestärke Pudding kalt angerührt wurde, um die Klümpchenbildung zu verhindern. Eine Kostprobe stand bereit. Angerührt werden konnte der Pudding in einer von 2000 eigens für den Tag angefertigten Kunststoff-Schüssel der Firma LyondellBasell. „Das war ein Sonderprojekt unserer Azubis“, erklärte Produktionsingenieur Dirk Albrecht. Lyondellbasell stellt  Polypropylen-Granulat her, das häufig in der Automobilindustrie verwendet wird und sich beispielsweise in Lüftungsrädern, Armaturenbrettern oder Kunststoffstoßstangen wiederfindet. Spezielle Messgeräte zeigten die Mitarbeiter der InfraServ Knapsack. Mit einer Wärmebildkamera wurden die verschiedenen Körperteile gemessen und farblich auf einem Bildschirm dargestellt. Verwundert zeigten sich viele Besucher, als sie sahen, dass ihre Nase kalt dargestellt wurde. Eine Endoskopie-Kamera zog die Aufmerksamkeit von Technikfreaks  an. Das Gerät wird in schlecht zugänglichen Anlagebereichen eingesetzt. Die Minikamera ist in einem nur sechs Millimeter dicken Kabel integriert und windet sich durch engste Nischen und Ritzen. Während im Foyer beim TÜV-Rheinland  die Explosionsfähigkeit von aufgewirbeltem Mehlstaub demonstriert wurde, zeigten auf der Truckbühne vor dem Feierabendhaus die Schüler des Gymnasiums am Mühlenberg, was Chemie und Theater gemein haben. Sie  schlüpften im Dienst der Wissenschaft in die Rolle des Entertainers.

 

Schon bei der Begrüßung der Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft  hatte Helmut Weihers, Geschäftsleitung der InfraServ Knapsack, auf die Wichtigkeit der Jugend und des Nachwuchs hingewiesen. Alle konnten sich auch umfangreich bei den Standortfirmen kundig machen. Oft waren es Azubis aus dem zweiten oder dritten Lehrjahr, die den Interessierten Rede und Antwort standen. Premiere feierte die InfraServ Knapsack-Band „Druckluft 0156“. Die zwölf Musiker spielen erst seit neun Monaten zusammen. Ihr Name hat weniger mit den zahlreichen Bläsern zutun, sondern vielmehr mit dem Proberaum. Die Freizeitmusiker üben in einem alten Gebäude, in dem früher Druckluft hergestellt wurde.

 

Geboten wurde am Tag der offenen Tür für jeden etwas: Ob Kinderschminken, Werksrundfahrten – nicht nur – mit dem historischen Schienenbus der Vulkan-Eifel-Bahn, der sonst nur zwischen Gerolstein und Kaiseresch pendelt, bis hin zu Vorführungen der Polizei-Hundestaffel, war alles dabei. Neben zahlreichen Musikdarbietungen, wie von der HCC Big Band, der lokalen Max-Schrebb-Coverband oder den Klüngelköpp aus Köln war ein Highlight das Interview mit Kölner Haie-Spieler Mirko Lüdemann, das Radio-Erft-Moderatorin Heike Spitzley mit ihm führte.  

 

Für alle, die uns besucht haben und für die, die keine Zeit dafür gefunden hatten, hier ein kurzes Video zum Tag der offenen Tür 2011 im Chemiepark Knapsack. Viel Spaß dabei.

 

Bürger-Telefon

Sollten Sie Fragen oder Hinweise zur Umwelt und Sicherheit im Chemiepark Knapsack haben, können Sie uns gerne unter

02233 / 48-6001 ansprechen.

Film zum Tag der offenen Tür 2011

Den Film über den Tag der offenen Tür im Chemiepark Knapsack am 24. September 2011 finden Sie hier.