24.02.17

Statkrafts Gaskraftwerke haben eine gute Zeit

Die beiden Anlagen des norwegischen Unternehmens waren in den letzten Monaten fast im Dauerbetrieb eingesetzt – so auch die Mannschaft.


Wenn der Knapsacker Hügel von Wasserdampfschwaden eingehüllt ist, tragen die Anlagen des norwegischen Staatsunternehmens für Energieerzeugung diese Tage ihren Teil dazu bei. Abweichend vom Betriebsmodus der letzten Jahre mit sehr niedrigen Einsatzzeiten haben die Gas- und Dampfturbinenkraftwerke Knapsack I und II seit August letzten Jahres eine kleine Renaissance erlebt. Relativ günstiges Gas im Vergleich zu Kohle machte dies möglich.

Seit 2014 als Folge der stark gesunkenen Betriebsstunden und der schlechten wirtschaftlichen Aussichten für die beiden Anlagen, hatte Statkraft stetig die Betriebs- und Instandhaltungskosten gesenkt und den Schichtumfang verkleinert. „Wir haben die Anlagen nur noch für einen Betrieb an Wochentagen vorgehalten“, erklärt Thomas Krumm, der Standortleiter in Knapsack. „Mitte letzten Jahres sind wir in der Ferienzeit dann in den Vollbetriebsmodus gewechselt. Das war nur dank des tollen Einsatzes der Kollegen möglich“.

Trotz der langen Stillstandszeiten der Gaskraftwerke haben seine Leute die beiden Gaskraftwerke aus dem Stand heraus fehlerlos betrieben. Die Technik spielte auch mit. Thomas Krumm ist stolz auf seine Betriebs- und Instandhaltungsmannschaft. „Eine vernünftige Wartungsstrategie, regelmäßige Überprüfungen der Kraftwerke in Nicht- oder Niedrig-Betriebszeiten und gut ausgebildete Mitarbeiter zahlen sich aus. Die Anlagen waren in sehr gutem Zustand.“

Seit August laufen die beiden Gaskraftwerke beinahe im Dauermodus – und das soll bis zum Frühjahr anhalten. Im Sommer werden die Betriebsstunden voraussichtlich wieder sinken; zum Herbst hin aber wieder steigen. „Wir sind verhalten optimistisch, dass 2017 ähnlich gut wird wie 2016“, schlussfolgert Krumm.

Auch wenn sich der Ausblick auf die nächsten Jahre für Gaskraftwerke verglichen mit der Situation noch vor einem Jahr verbessert hat, geht Statkraft davon aus, dass Knapsack I und II bis 2020 – wenn immer mehr Nuklearkraftwerke stillgelegt werden – im Schnitt Verluste durch den Betrieb einfahren werden. Nach 2020 soll es die derzeitigen, massiven Überkapazitäten im Strommarkt nicht mehr geben. Knappheitssignale könnten dann die Marktbedingungen für effiziente Gaskraftwerke zeitweise verbessern.

Zu den technischen Daten der Gaskraftwerke

Foto: Ulrich Sandtner und René Fischer-Langhans haben den Kraftwerksbetrieb im Blick.


Thomas Kuhlow

Leiter Kommunikation
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ENERGIEVERSORGUNG

Die zuverlässige und kostengünstige Versorgung mit ausreichend Energie ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die chemische Industrie. Der Chemieparkbetreiber InfraServ Knapsack liefert die benötigten Energien in Form von Strom und Prozessdampf an die produzierenden Unternehmen.

Die Energieversorgung des Chemiepark Knapsack ist auch zu Spitzenlastzeiten garantiert.

Im Ersatzbrennstoffkraftwerk (EBKW) der EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH werden jährlich bis zu 300.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe thermisch zu Dampf und Strom verwertet. Ergänzt wird dies durch zwei Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD-Kraftwerk) des norwegischen Energieerzeugers Statkraft mit 800 MW und 400 MW installierter Leistung.

Außerdem wird der Chemiepark Knapsack von einem RWE Braunkohle-Kraftwerk in der direkten Nachbarschaft mit Prozessdampf versorgt.