13.06.17

Dialog auf allen Ebenen

Der intensive und offene Austausch auf unterschiedlichen Kanälen ist ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg des Standorts Chemiepark Knapsack


Vor kurzem hielt Thomas Kuhlow, Leiter Kommunikation Chemiepark Knapsack, beim Leipziger Kri­senkommunikationsgipfel einen Vortrag, wie die Krisenkommu­nikation und Medienarbeit bei Schadensereignissen im Che­miepark Knapsack organisiert wird. Die Kernbotschaft lautete: Der intensive Dialog ist vor, während und nach einem Ereignis der Schlüssel zum Erfolg und praktisch „normales“ Kommuni­kationsgeschäft des Chemiepark Knapsack.

Dabei wurde einmal mehr deutlich: Auf einen etwaigen Ereig­nisfall ist der Chemiepark Knapsack gut vorbereitet und setzt auf Schnelligkeit, Kompetenz und Bürgernähe. Unmittelbar wird in einem solchen Fall eine Pressemitteilung mit ersten allgemeinen Informationen versendet. Die Funktion eines Ko­ordinators Presse und eines Koordinators Bürgertelefon ist im Krisenstab fest integriert. Über den Krisenstab findet auch die Öffentlichkeitsarbeit statt. Medien- und auch Bürger-Anfragen werden unmittelbar beantwortet. Die gemeinsame Pressear­beit mit anderen Krisenstäben wie zum Beispiel von Stadt oder Kreis garantiert, dass die Nachbarn jederzeit umfassend infor­miert werden. So stellt InfraServ Knapsack Informationen zu Sirenentests und Ereignisfällen in Kooperation mit der Feuer­wehr Hürth und dem Rhein-Erft-Kreis auch über die Warn-App „NINA“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katas­trophenhilfe (BBK) bereit. Alle Maßnahmen haben ein Ziel: Das Vertrauen der Nachbarn auch in einem Ereignisfall erhalten und durch gute Kommunikation sogar stärken.

Aber es geht längst nicht mehr allein darum, im Ereignisfall schnell zu informieren. Wichtig ist vielmehr auch ein stetiger Dialog mit Mitarbeitern und Bürgern, damit eine dauerhaft beständige Vertrauensbasis entstehen kann. „Gute Ereignis­fallkommunikation ist auch gute Umfeldkommunikation und die wirkt übergreifend“, betont Kuhlow. Informationen sind für Mitarbeiter und Nachbarn ausgesprochen wichtig, wobei viele Mitarbeiter auch Nachbarn sind und hier eine teilweise über mehrere Generationen währende Geschichte schreiben. Entsprechend informieren die Mitarbeiterzeitschrift Knapsack Spiegel (sechs Mal im Jahr) und das Nachbarschaftsmagazin KNAPSACK SPIEGEL SPEZIAL (vier Mal im Jahr) über relevante The­men rund um den Chemiepark Knapsack und seine Standort­unternehmen.

Weitere Beiträge werden auf der Webseite www.chemiepark-knapsack.de veröffentlicht. Die Webseite bildet für die Mitarbeiter und Anwoh­ner den „digitalen Hafen“. Aber auch im Bereich Social Media – über Facebook und Twitter – ist der Chemiepark Knapsack inzwischen sehr aktiv: Während Twitter eher den Nachrich­ten-Charakter erfüllt, wird Facebook mehr und mehr zu einem ambitionierten Projekt: „Mit „DeinChemieparkKnapsack“ wird eine Schnittstelle zwischen Mitarbeitern, der Nachbarschaft, interessierten Personen – generell der Öffentlichkeit und dem Chemiepark Knapsack geschaffen, die ein bisschen anders ist als bei manch an­deren Unternehmen üblich. Das Medium lebt von Austausch, Vernetzung und Dialog und erreicht mittlerweile mehrere tausend Menschen wöchentlich. Auch der persönliche Austausch wird gepflegt: So finden in der Regel zwei Mal im Jahr Nachbarschaftsdialoge im lockerer Atmosphäre statt, bei denen Mitarbeiter und Nachbarn die Gelegenheit haben, sich im Gespräch mit den Standortleitern der Unternehmen zu aktuellen Themen zu in­formieren. Ergänzt wird dieses Angebot durch Besuchergrup­pen, denen der Chemiepark durch entsprechende Führungen nähergebracht wird und den Dialog der Werkfeuerwehr mit vor allen Dingen jungen Besuchern. Für den direkten Draht mit den Nachbarn gibt es außerdem auch außerhalb von Krisenzeiten ein Bürgertelefon, das sich um die Anliegen der Bürger küm­mert, beispielsweise bei ungewöhnlichen Wahrnehmungen oder bei Unsicherheiten in der Nachbarschaft.

„Unsere Kommunikation ist vielfältig und findet auf allen denkbaren Ebenen statt. Mitarbeiter und Nachbarn können aus die­sem umfangreichen Angebot ihren persönlichen Touchpoint wählen und selbst entscheiden, wie und wo sie kom­munizieren“, resümiert Kuhlow und unterstreicht: „Auf diese Weise wird der permanente Dialog zum Erfolgsfaktor.“


Thomas Kuhlow

Leiter Kommunikation
Tel.: +49 22 33 48-65 70
Fax: +49 22 33 48-94 65 70

ENERGIEVERSORGUNG

Die zuverlässige und kostengünstige Versorgung mit ausreichend Energie ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die chemische Industrie. Der Chemieparkbetreiber InfraServ Knapsack liefert die benötigten Energien in Form von Strom und Prozessdampf an die produzierenden Unternehmen.

Die Energieversorgung des Chemiepark Knapsack ist auch zu Spitzenlastzeiten garantiert.

Im Ersatzbrennstoffkraftwerk (EBKW) der EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH werden jährlich bis zu 300.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe thermisch zu Dampf und Strom verwertet. Ergänzt wird dies durch zwei Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD-Kraftwerk) des norwegischen Energieerzeugers Statkraft mit 800 MW und 400 MW installierter Leistung.

Außerdem wird der Chemiepark Knapsack von einem RWE Braunkohle-Kraftwerk in der direkten Nachbarschaft mit Prozessdampf versorgt.