22.06.17

Wir packen’s an!

Der Aufbau der Lernfabrik 4.0 ist die Antwort der Rhein-Erft Akademie auf eine zunehmend intelligente, digital produzierende Industrie


Bildquelle: Lucas Nülle GmbH © Messe Stuttgart

Eine erfolgreiche Zukunft braucht kluge Konzepte. Die große Herausforderung für den Mittelstand in der Region heißt Digitalisierung der Prozesse entlang der Wertschöpfungsketten und innerhalb der Produktion, Stichwort Industrie 4.0. Für eine starke Positionierung wird da Bildung und Qualifizierung eine zentrale Rolle spielen.

Die Rhein-Erft Akademie reagiert auf die Herausforderung mit dem Aufbau einer Lern- und Trainingsfabrik 4.0. Geschäftsführerin Dr. Kerstin Vorberg erklärt: „Dank unserer Aus- und Weiterbildungsangebote entlang der kompletten Bildungskette eines beruflichen Arbeitslebens, sind wir dafür prädestiniert, Unternehmen auf den Wandel zur intelligenten Fabrik (Smart Factory) vorzubereiten. Modernste Lehrgeräte und Trainingssysteme bilden dabei das methodisch-didaktische Rüstzeug.“

Die trainierbaren Prozesse in der Lernfabrik 4.0 spiegeln die Veränderungen in einer Smart Factory wieder mit Handlungsfeldern wie Anlagenüberwachung und -sicherheit, Instanthaltung und -setzung oder Störfallmanagement, um nur einige zu nennen. Grundlagen-Labore zu digital gesteuerten Produktionsmodulen und verkettete Maschinensysteme in einer nachgebildeten Anlage ermöglichen es intelligente Produktionsprozesse auf der Basis realer Industriestandards zu trainieren.  Ebenso können vernetzte Abläufe selbst geplant, organisiert, geschützt und bewertet werden. Und das alles ohne einen realen Produktionsprozess zu stören! Maßgeschneiderte eLearning-Angebote ergänzen diesen praktischen Teil.

Geplant sind Kurse und Module auf vier Ebenen, die alle mit einer maximalen Verzahnung von theoretisch-konzeptionellen Elementen und einem großen praktischen Teil punkten: Da sind zunächst Einheiten für das Management, in denen die Führungsebene für die Herausforderungen des digitalen Wandels sensibilisieren wird; Kurse, die aber auch Raum bieten für erste konzeptionelle Ansätze im eigenen Unternehmen.  Weitere Angebote zielen auf das mittlere und untere Management. Dieser Ebene wird die Aufgabe zufallen, die neuen Technologien umzusetzen, nachdem sie die fortschrittlichen Prozesse geplant und eingeführt hat. Auch für die dritte Ebene, die Fachkräfte, besteht ein hoher Trainingsbedarf. Mehr Verständnis für Betrieb und Wartung der Systeme und ein erweitertes Wissen zur Informationstechnik sind nur zwei Aspekte der Weiterbildung. Schließlich muss eine Industrie 4.0-Ausbildung nachhaltig erfolgen und klassische Lerninhalte mit den neuen vernetzten Prozessen der aktuellen Technologie verknüpfen. Auf allen Ebenen wird man zusätzlich Qualifizierungsangebote zum zentralen Thema IT-Sicherheit anbieten.

Die Rhein-Erft Akademie bleibt ihrem Leitsatz „Fit für die Zukunft“ treu, für beste Berufschancen und wettbewerbsstarke Unternehmen.


Thomas Kuhlow

Leiter Kommunikation
Tel.: +49 22 33 48-65 70
Fax: +49 22 33 48-94 65 70

ENERGIEVERSORGUNG

Die zuverlässige und kostengünstige Versorgung mit ausreichend Energie ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die chemische Industrie. Der Chemieparkbetreiber InfraServ Knapsack liefert die benötigten Energien in Form von Strom und Prozessdampf an die produzierenden Unternehmen.

Die Energieversorgung des Chemiepark Knapsack ist auch zu Spitzenlastzeiten garantiert.

Im Ersatzbrennstoffkraftwerk (EBKW) der EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH werden jährlich bis zu 300.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe thermisch zu Dampf und Strom verwertet. Ergänzt wird dies durch zwei Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD-Kraftwerk) des norwegischen Energieerzeugers Statkraft mit 800 MW und 400 MW installierter Leistung.

Außerdem wird der Chemiepark Knapsack von einem RWE Braunkohle-Kraftwerk in der direkten Nachbarschaft mit Prozessdampf versorgt.