08.09.17

Knapsacker Nachbarn: Seit 56 Jahren im gemütlichsten Dorf

Seit 1961 leben die heute 86-jährige Juliane und ihr 87-jähriger Mann Josef in Knapsack. Zuerst am Nachtigallenhof, fünf Jahre später ziehen sie in das Haus „um die Ecke“ an der Industriestraße in Hürth-Knapsack.


Die  Beiden sind eigentlich gebürtige Fischenicher und stark mit der Stadt Hürth verbunden. Nach der Heirat 1957 (im März 2017 war die diamantene Hochzeit) wohnten sie in Hürth bis dann Knapsack zum Wohnort wurde. Ausschlaggebend war damals die größere Wohnung, die ihnen in Knapsack angeboten wurde. Immerhin war Sohn Wilfried inzwischen geboren und da war es von Vorteil, eine größere Wohnung zu haben.

Dazu kam, dass Josef Piertz bereits seit 1951 in der Gärtnerei der damaligen Knapsack Griesheim AG beschäftigt war. Auch sah es der Arbeitgeber gern, dass der spätere Leiter der Gärtnerei nah beim Arbeitsplatz wohnte. So war es Josef Piertz nach dem Umzug nach Knapsack möglich, zu Fuß - und wenn er wollte in den Schlappen - zur Arbeit zu gehen.

Die Arbeit in der Gärtnerei, die er bis zu seiner Pensionierung 1993 immer gerne ausübte, war vielseitig. Nicht allein dass die Grünflächen innerhalb und außerhalb des Werksgeländes gepflegt werden mussten, auch die vielen Grünflächen um die Werkshäuser in Knapsack wurden von der Gärtnerei in Schuss gehalten. Mit sieben Personen waren die Mitarbeiter der Gärtnerei rund um die Uhr beschäftigt.

Juliane Piertz, die heute gesundheitlich eingeschränkt ist und mit dem Grünen und dem Grauen Star zu kämpfen hat, hatte beruflich nichts mit dem Chemiestandort zu tun. Für ihren Mann und sie war es selbstverständlich, dass sie sich um die Erziehung des Sohnes kümmerte.

Beide erzählen nicht nur gerne von den früheren Zeiten in Knapsack, sondern auch von der heutigen Zeit. „Knapsack war für uns immer ein Ort der Heimat, des Wohlfühlens“, so Josef Piertz. „Für uns ist Knapsack das freundlichste und gemütlichste Dorf, das wir kennen.“ Auch wenn die beiden nicht in vielen verschiedenen Orten gelebt haben, so glaubt man ihnen das sofort. Es ist die Art und Weise und Begeisterung, wie sie von den Begegnungen mit den „alten Knapsackern“ und deren Nachfahren erzählen. Vom Umeinanderkümmern, bei Urlaub oder sonstigen Dingen, bei denen man auf eine Unterstützung durch guten Nachbarschaft zählen kann. „Das Helfen und füreinander Dasein ist noch immer geblieben“, so Juliane Piertz. Und das bekommen sie auch immer mal wieder zu hören, wenn sie sich mit früheren Knapsackern, die nach der Umsiedlung in andere Hürther Stadtteile gezogen sind, treffen. „Zu gerne würden viele wieder zurück in die alte Heimat kommen und wieder in Knapsack wohnen wollen“, erzählt mit lebendigen Augen die 86-jährige.

Vor einigen Jahren ist beiden das Haus, in dem sie wohnen und bis dahin Mieter waren, zum Kauf angeboten worden. Umziehen wollten sie nicht mehr, und schon gar nicht aus Knapsack heraus, deshalb stand schnell fest, dass sie das Haus kaufen werden. Ein paar Jahre später ist Sohn Wilfried, der heute auch im Chemiepark Knapsack arbeitet, mit seiner Familie ebenfalls wieder zurückgekommen nach Knapsack und wohnt mit im Haus. Jetzt haben sie ein Mehrgenerationenhaus und freuen sich, so engen Kontakt zu der eigenen Familie zu haben.

Auf die Frage, was sie den Verantwortlichen für den Chemiepark Knapsack mal gerne sagen würden, sind beide sich schnell einig: Es gibt nichts zu sagen, außer, dass sie sich jederzeit wohl informiert fühlen und man so weitermachen soll. „Die sagen uns doch Bescheid, wenn was ist“, ist die einfache Antwort auf die Frage, ob sie sich mehr Information wünschten. Und Josef Piertz ergänzt: „Wir wissen, dass wir in engem Kontakt zur Industrie hier leben. Das war uns 1961 bereits klar, als wir in den Nachtigallenhof gezogen sind. Und damit haben wir uns arrangiert und – schauen Sie uns an – wir sind bald 90 Jahre und fühlen uns, abgesehen von ein paar altersbedingten Unzulänglichkeiten, recht fit.“ Und mit einem Augenzwinkern fügt er hinzu: „So schlimm kann das dann mit der Industrie im nahen Umfeld dann wohl nicht sein.“

Wir wünschen dem Ehepaar Piertz noch viele angenehme Jahre in Knapsack, mit den bekannten Nachbarn, mit denen sie hier alt geworden sind und mit dem Chemiepark Knapsack, der seinen Beitrag, - im wahrsten Sinne des Wortes - sicher dazu leisten wird.


Thomas Kuhlow

Leiter Kommunikation
Tel.: +49 22 33 48-65 70
Fax: +49 22 33 48-94 65 70

ENERGIEVERSORGUNG

Die zuverlässige und kostengünstige Versorgung mit ausreichend Energie ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die chemische Industrie. Der Chemieparkbetreiber InfraServ Knapsack liefert die benötigten Energien in Form von Strom und Prozessdampf an die produzierenden Unternehmen.

Die Energieversorgung des Chemiepark Knapsack ist auch zu Spitzenlastzeiten garantiert.

Im Ersatzbrennstoffkraftwerk (EBKW) der EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH werden jährlich bis zu 300.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe thermisch zu Dampf und Strom verwertet. Ergänzt wird dies durch zwei Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD-Kraftwerk) des norwegischen Energieerzeugers Statkraft mit 800 MW und 400 MW installierter Leistung.

Außerdem wird der Chemiepark Knapsack von einem RWE Braunkohle-Kraftwerk in der direkten Nachbarschaft mit Prozessdampf versorgt.