27.10.17

Türen auf für die Maus: Die Wasserstofftankstelle beim Chemiepark Knapsack

Bereits zum vierten Mal öffnete die Wasserstofftankstelle von HyCologne - Wasserstoff Region Rheinland e.V. ihre Pforte


Rund 180 kleine und große Besucherinnen und Besucher hatten im Rahmen der deutschlandweiten Aktion „Türen auf für die Maus“ die Gelegenheit, die Wasserstofftankstelle von HyCologne beim Chemiepark Knapsack zu besichtigen und mehr über den Nahverkehr der Zukunft zu erfahren. Zwischen 10 und 15 Uhr fuhr der mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellenbus stündlich rund 30 Personen zur Wasserstofftankstelle beim Werksteil Hürth. Vor Ort erklärte Jens Conrad von Regionalverkehr Köln die Wasserstofftankstelle und erläuterte den Vorgang, wie der Elektromotor des Busses durch Wasserstoff betrieben wird.

Der für die Tankstelle benötigte Wasserstoff wird nachhaltig und lokal erzeugt - er kommt direkt aus dem Chemiepark Knapsack und fällt dort als Nebenprodukt bei der Produktion an. Anstatt ihn zu entsorgen, wird er für das Betanken der in Hürth und Brühl fahrenden Wasserstoff-Brennstoffzellenbusse weiterverwendet, aber auch private Fahrzeuge können hier tanken. Wasserstoffbetriebene Fahrzeuge gelten nicht nur als besonders nachhaltig, sondern vor allem auch als leise und umweltfreundlich. Mit einer Tankladung kommt ein Bus einen ganzen Tag im Linienverkehr aus, also etwa 350 Kilometer, ähnlich wie ein sonst üblich eingesetzter Dieselbus. Der Auspuff des Wasserstoffbusses stößt dabei jedoch lediglich reinen Wasserdampf aus, der nicht schädlich für die Umwelt ist.

Die Wasserstofftankstelle von HyCologne kann täglich bis zu fünf Busse mit Wasserstoff versorgen. Im Rhein-Erft-Kreis fahren aktuell zwei Brennstoffzellen-Hybridbusse im Linienverkehr, deutschlandweit sind es acht – zwei weitere in Stuttgart und vier in Hamburg, wo sich derzeit die größte Wasserstofftankstelle Europas befindet. Um dem Klimawandel entgegenzuwirken und einen umweltfreundlichen Nahverkehr zu schaffen, ist es das Ziel, zukünftig bis zu 30 wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenbusse in der Region Köln einzusetzen.


Thomas Kuhlow

Leiter Kommunikation
Tel.: +49 22 33 48-65 70
Fax: +49 22 33 48-94 65 70

ENERGIEVERSORGUNG

Die zuverlässige und kostengünstige Versorgung mit ausreichend Energie ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die chemische Industrie. Der Chemieparkbetreiber InfraServ Knapsack liefert die benötigten Energien in Form von Strom und Prozessdampf an die produzierenden Unternehmen.

Die Energieversorgung des Chemiepark Knapsack ist auch zu Spitzenlastzeiten garantiert.

Im Ersatzbrennstoffkraftwerk (EBKW) der EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH werden jährlich bis zu 300.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe thermisch zu Dampf und Strom verwertet. Ergänzt wird dies durch zwei Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD-Kraftwerk) des norwegischen Energieerzeugers Statkraft mit 800 MW und 400 MW installierter Leistung.

Außerdem wird der Chemiepark Knapsack von einem RWE Braunkohle-Kraftwerk in der direkten Nachbarschaft mit Prozessdampf versorgt.