1960 - 1969 Wirtschaftswunder Knapsack mit Carbid, Phosphor, Chlor und organischer Chemie

1960

Gründung des Werksteils Hürth.

 

1961

Die Petrochemie beginnt mit preiswerten Rohstoffen die Acetylenchemie zu verdrängen:

Die Acetaldehydproduktion wird auf den Rohstoff Ethylen umgestellt.

Dr. Georg Janning wird Vorsitzender

der Knapsack-Griesheim AG.

 

1962

Chlor, ein neues Basiselement der Chemie, hält Einzug in Knapsack. Inbetriebnahme der Chloralkalielektrolyse als erste Produktionsanlage im neuen Werksteil Hürth

 

1963

Phosphorpentasulfid ist ein neues Produkt aus Knapsack, und die Rußherstellung wird auf Acetogenruß (Spaltruß) umgestellt.

 

1964

Produktionsumstellung auf Ethylenbasis bei Vinylchlorid

 

1965

Die Herstellung von Dicalciumphosphat, Putzkörper in Zahnpasten, wird begonnen.

Das Waschmittelphosphat Thermphos NW ist ein weiteres neues Produkt.

Zusammenschluss der Werksgruppen Sauerstoff und Griesheim-Autogen mit dem Unternehmen ADOLF MESSER GMBH zur MESSER GRIESHEIM GMBH.

Mit der Krems-Chemie GmbH in der Wachau wird eine Zusammenarbeit begonnen, die Krems-Knapsack Phosphorprodukte GmbH, um für Österreich und Südeuropa Phosphorprodukte herstellen und vertreiben zu können.

Knapsack firmiert seit dem 1. Januar 1965 als KNAPSACK AKTIENGESELLSCHAFT.

 

1966

weiterer Ausbau des Werksteils Hürth. Es werden in Betrieb genommen:

  • eine Phosphorsäure-Anlage nach dem Nassverfahren,
  • eine Anlage zur Herstellung von Futtermittelzusätzen (HOSTAPHOS),
  • eine Polyvinylchlorid-Anlage,
  • eine Zentrale Abwasserbehandlungsanlage.
  • Die Anorganische Forschungsgruppe übernimmt im Werksteil Hürth ein modernes Forschungslaboratorium.

Dr. Günter Breil folgt am 31. Dezember 1966 nach dem Ausscheiden von Dr. Querengässer als Werksleiter bis zum 31. März 1970. Ab 30. Juni 1967 ist Dr. Breil Vorstandsmitglied der Knapsack AG.

 

1967

Inbetriebnahme einer Anlage zur Herstellung von Elektrolytbraunstein im Werksteil Hürth.

Am 13. November kommt es durch einen Wassereinbruch an einem Phosphorofen zu einer schweren Explosion. Fünf Mitarbeiter kommen auf tragische Weise ums Leben.

Zusammen mit der Firma Johann Anton Benckiser GmbH wird die Benckiser Knapsack GmbH, Ladenburg, gegründet, in der Benckiser ihr gesamtes Phosphatgeschäft (außer Reiniger und Markenartikel) und Hoechst den Phosphatbereich der Firma Albert einbringen.

 

1968

In Vlissingen (Niederlande) geht der erste Phosphorofen (60 MW) nach Knapsacker Know-how in Betrieb.

Die Produktion von Vinylacetat auf Basis Acetylen wird aufgenommen.

Durch Inbetriebnahme einer firmeneigenen Ethylenleitung zwischen Kelsterbach und Wesseling wird in Verbindung mit dem bestehenden Leitungsnetz Hoechst/Knapsack der Raum Frankfurt mit dem Ruhrgebiet verbunden.

 

1969

Anfahren einer Anlage zur Herstellung von Dichlorethan aus Chlor und Ethylen im Werksteil Hürth.

Pierre Kramer

Leiter Standortentwicklung
Tel.: +49 22 33-48-63 43
Fax: +49 22 33-48-94 63 43

Thomas Kuhlow

Leiter Kommunikation
Tel.: +49 22 33 48-65 70
Fax: +49 22 33 48-94 65 70

 

ENERGIEVERSORGUNG

Die zuverlässige und kostengünstige Versorgung mit ausreichend Energie ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die chemische Industrie. Der Chemieparkbetreiber InfraServ Knapsack liefert die benötigten Energien in Form von Strom und Prozessdampf an die produzierenden Unternehmen.

Die Energieversorgung des Chemiepark Knapsack ist auch zu Spitzenlastzeiten garantiert.

Im Ersatzbrennstoffkraftwerk (EBKW) der EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH werden jährlich bis zu 300.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe thermisch zu Dampf und Strom verwertet. Ergänzt wird dies durch zwei Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD-Kraftwerk) des norwegischen Energieerzeugers Statkraft mit 800 MW und 400 MW installierter Leistung.

Außerdem wird der Chemiepark Knapsack von einem RWE Braunkohle-Kraftwerk in der direkten Nachbarschaft mit Prozessdampf versorgt.