19.11.19

Chancen geben - Chancen ergreifen

Die Erweiterung und Modernisierung des Technikums ist ein konsequenter Schritt der Rhein-Erft Akademie ihrem Bildungsauftrag gerecht zu werden


„Bis 2025 werden in etwa 1,3 Millionen Arbeitsplätze durch Automatisierung und technologischen Fortschritt verschwinden, aber gleichzeitig entstehen 2,1 Millionen neue Jobs“, liest man auf der Website der Bundesregierung. Das sind gigantische Umwälzungen, die jedoch niemanden schrecken sollten. Ganz im Gegenteil: Es gilt, den Wandel als Chance zu verstehen, ihn anzunehmen.

Im Januar dieses Jahres trat das Qualifizierungschancengesetz in Kraft, das die Fördermöglichkeiten der Bundesagentur für Arbeit für Weiterbildungsmaßnahmen erhöht. Das ist natürlich für Arbeitslose und Arbeitssuchende interessant, aber ebenfalls für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Und da kommt auch die Rhein-Erft Akademie ins Spiel. „Wir sehen uns als Schnittstelle zwischen Arbeitsagentur und Unternehmen und möchten unsere Kunden durch zielgerechte Qualifizierungsmaßnahmen in der Personalentwicklung unterstützen“, bekräftigt Stefan Leineweber, Bereichsleiter Ausbildung, und erklärt weiter: „Wir gehen auf Unternehmen zu, fragen Bedarf ab, sprechen über die Veränderung der Berufsbilder, begleiten und informieren.“ Am Ende steht dann ein wachsendes Angebot an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für unsere Kunden.

Einer Bildungsakademie wie der Rhein-Erft Akademie fällt im Zuge der Digitalisierung eine tragende Rolle zu und man ist bereit, diese Rolle auch auszufüllen. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Modernisierung und Erweiterung des Technikums um sechs produktionstechnische Anlagen. Anfang Oktober würdigte die REA und Partner in der Region mit einer Eröffnungsfeier diesen Schritt. Das Technikum, dass die realistische Arbeitssituation im Chemieunternehmen simuliert, ist bereits seit 1991 in Betrieb. Allein im letzten Jahr stieg die Zahl der angehenden Chemikanten und Chemikantinnen, von 25 auf 50. Gleichzeitig befindet sich die Digitalisierung weiter auf dem Vormarsch. Der Bedarf an einer zukunftstauglichen Aus- und Weiterbildung wächst. Dieser Tatsache ist die Erweiterung der Kapazitäten ebenso geschuldet wie die hochmodernde Technik. Bernd Bartsch, Leiter des Technikums, macht klar: „Im Technikum werden Chemikanten und Produktionsfachkräfte Chemie auf ihre IHK-Prüfungen vorbereitet. Die nun 16 produktionstechnischen und fünf verfahrenstechnischen Anlagen sind State of the art und ermöglichen den Lernenden im sicheren Raum Arbeitswirklichkeit zu erleben.“  Die Auszubildenden lernen nicht nur Verfahren zu verstehen, sondern auch mit neuester Mess-, Regel- und Prozessleittechnik kompetent umzugehen –Teilnehmer transportieren ihr gewonnenes Wissen in die Unternehmen und der Wandel ist in vollem Gange.


Thomas Kuhlow

Leiter Kommunikation
Tel.: +49 22 33 48-65 70
Fax: +49 22 33 48-94 65 70

ENERGIEVERSORGUNG

Die zuverlässige und kostengünstige Versorgung mit ausreichend Energie ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die chemische Industrie. Der Chemieparkbetreiber YNCORIS liefert die benötigten Energien in Form von Strom und Prozessdampf an die produzierenden Unternehmen.

Die Energieversorgung des Chemiepark Knapsack ist auch zu Spitzenlastzeiten garantiert.

Im Ersatzbrennstoffkraftwerk (EBKW) der EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH werden jährlich bis zu 300.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe thermisch zu Dampf und Strom verwertet. Ergänzt wird dies durch zwei Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD-Kraftwerk) des norwegischen Energieerzeugers Statkraft mit 800 MW und 400 MW installierter Leistung.

Außerdem wird der Chemiepark Knapsack von einem RWE Braunkohle-Kraftwerk in der direkten Nachbarschaft mit Prozessdampf versorgt.