21.01.20

NEUES WAHRZEICHEN

Neuer Kamin für Perimeter Solutions im Werksteil Hürth


Die Mitarbeiter im Werksteil Hürth des Chemieparks Knapsack müssen sich seit dem 9. Okto­ber neu orientieren. Eines der dortigen Wahrzeichen des Chemieparks, der im Jahr 1971 erbaute grüne Kamin, der mit Thermphos, ICL und jetzt Perime­ter Solutions schon mehrere Unterneh­mensgenerationen überdauert hat, ist verschwunden. Der Kamin, seinerzeit hergestellt aus einem glasfaserverstärk­ten Kunststoff, war im Laufe von fast fünf Jahrzehnten buchstäblich in die Jahre gekommen. „Es war daher nötig, den Kamin nach rund 50 Jahren wie ei­nen verdienten Mitarbeiter einfach mal in Rente zu schicken“, erklärt der Pe­rimeter Solutions Geschäftsführer am Standort Knapsack, Herbert Neumann, mit einem Augenzwinkern. Zwar hatten jüngste Materialproben ergeben, dass die Haltbarkeit des Kamins noch gege­ben war, aber, so Neumann, „die Sicher­heit ließ sich nicht mehr zuverlässig auf die nächsten Jahre extrapolieren“.

SECHS TONNEN GEWICHT

Der alte Kamin hatte eine stattliche Kopf­höhe von 45 Metern beginnend auf einer Höhe von 20 Metern, so dass der ei­gentliche Kamin 25 Meter hoch war. Die Demontage der immerhin sechs Tonnen schweren Konstruktion erfolgte am 8. Oktober während der Stillstandphase der Anlage in zwei Teilen, ebenso wurde der mit 3,2 Tonnen Gewicht deutlich leich­tere neue Kamin anschließend in zwei Teilen montiert. Das neue Wahrzeichen des Werksteils Hürth ist aus Edelstahl, entspricht den neuesten gesetzlichen Anforderungen und ist statisch so ausge­legt, dass er so Neumann, nicht zuletzt aufgrund seiner Materialbeschaffenheit, in den nächsten 50 Jahren allen Eventu­alitäten Genüge tun sollte: „Edelstahl ist ein erheblich homogenerer Werkstoff.“ Außerdem muss der neue Kamin eine deutlich geringere Abgasbelastung ertra­gen als sein Vorgänger. Im Laufe der Ge­schichte, so Neumann, habe sich diese praktisch halbiert.


Thomas Kuhlow

Leiter Kommunikation
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ENERGIEVERSORGUNG

Die zuverlässige und kostengünstige Versorgung mit ausreichend Energie ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die chemische Industrie. Der Chemieparkbetreiber YNCORIS liefert die benötigten Energien in Form von Strom und Prozessdampf an die produzierenden Unternehmen.

Die Energieversorgung des Chemiepark Knapsack ist auch zu Spitzenlastzeiten garantiert.

Im Ersatzbrennstoffkraftwerk (EBKW) der EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH werden jährlich bis zu 300.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe thermisch zu Dampf und Strom verwertet. Ergänzt wird dies durch zwei Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD-Kraftwerk) des norwegischen Energieerzeugers Statkraft mit 800 MW und 400 MW installierter Leistung.

Außerdem wird der Chemiepark Knapsack von einem RWE Braunkohle-Kraftwerk in der direkten Nachbarschaft mit Prozessdampf versorgt.