19.07.19

Recycling-Neuzugang im Chemiepark Knapsack

Spatenstich für die Palurec GmbH


Im Chemiepark Knapsack wird es bald einen Neuzugang geben: Am Knapsacker Hügel steht der Spatenstich für den Bau einer Recyclinganlage der Palurec GmbH kurz bevor. Die Anlage wird Folien und Kunststoff-Verschlüsse, mit denen Getränkekartons ausgestattet sind, stofflich verwerten. Rund acht Millionen Euro sollen in den Bau der Recycling-Anlage investiert werden.

Die Polyethylen-Aluminium-Reststoffe stammen aus Papierfabriken, die Getränkekartons aus den gelben Säcken und Tonnen zu neuen Papierprodukten verarbeiten. Bislang wurden sie überwiegend in Zementfabriken thermisch verwertet. Nun haben sich die Hersteller von Getränkekartons auf die Fahne geschrieben, diese Verbundreststoffe künftig in eigener Verantwortung zu recyceln. Dazu gründete der Fachverband Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V. (FKN), Berlin, die Palurec GmbH. In ihrer ersten Ausbaustufe soll die Recycling-Anlage rund 18.000 Tonnen dieses Polyethylen-Aluminium-Gemischs verwerten. „Es handelt sich um ein Anlagenkonzept, das in dieser Form einzigartig ist, wobei wir auf Trennaggregate setzen, die in der Praxis erprobt sind“, erklärt Palurec-Geschäftsführer Michael Brandl. Die zurückgewonnenen Kunststoffe sowie Aluminium können wieder in neuen Produkten eingesetzt werden.

 

Chemiepark stärkt die Kreislaufwirtschaft

Im Chemiepark Knapsack ist man gespannt auf den Neuzugang. „Wir freuen uns, die Palurec GmbH am Standort begrüßen zu dürfen. Mit einem weiteren Recycling-Unternehmen am Standort baut der Chemiepark Knapsack die Themen Kreislaufwirtschaft und Umweltschutz weiter aus und stellt einmal mehr die Weichen für die Zukunft“, so Dr. Clemens Mittelviefhaus, Geschäftsleitung des Chemieparkbetreibers YNCORIS GmbH & Co. KG. Die neue Recycling-Anlage, die rund um die Uhr in Betrieb sein wird, schafft zudem bis zu 25 neue Arbeitsplätze auf dem Knapsacker Hügel.

Inzwischen sind die Genehmigungsverfahren für die Palurec-Anlage abgeschlossen und Palurec-Geschäftsführer Michael Brandl freut sich, dass es nun zeitnah weitergeht: „In Kürze werden wir hier den Kreislauf für alle Materialien im Getränkekarton schließen.“ 


Thomas Kuhlow

Leiter Kommunikation
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ENERGIEVERSORGUNG

Die zuverlässige und kostengünstige Versorgung mit ausreichend Energie ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die chemische Industrie. Der Chemieparkbetreiber YNCORIS liefert die benötigten Energien in Form von Strom und Prozessdampf an die produzierenden Unternehmen.

Die Energieversorgung des Chemiepark Knapsack ist auch zu Spitzenlastzeiten garantiert.

Im Ersatzbrennstoffkraftwerk (EBKW) der EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH werden jährlich bis zu 300.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe thermisch zu Dampf und Strom verwertet. Ergänzt wird dies durch zwei Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD-Kraftwerk) des norwegischen Energieerzeugers Statkraft mit 800 MW und 400 MW installierter Leistung.

Außerdem wird der Chemiepark Knapsack von einem RWE Braunkohle-Kraftwerk in der direkten Nachbarschaft mit Prozessdampf versorgt.