24.09.19

LyondellBasell erweitert die Produktion von Polypropylen Compounds in Knapsack

Innovation befeuert Nachfrage nach Leichtbaumaterialien


Neue Produktionsanlage für PP Compunds in Knapsack (Copyright: Ralf Baumgarten)

Wesseling/Knapsack, 20. September 2019 - LyondellBasell nahm vergangenen Freitag offiziell die fünfte Produktionsanlage zur Herstellung von Polypropylen (PP) Compounds an seinem Standort in Knapsack in Betrieb.  Die neue Anlage mit einer Jahreskapazität von 25 kt unterstützt die führende Position von LyondellBasell in der Herstellung und dem Vertrieb von leichten, hochfesten sowie optisch ansprechenden Kunststoffen für die Automobilindustrie und Haushaltsgerätehersteller. 

Mit einer neuen Gesamtkapazität von mehr als 200 kt pro Jahr ist der Standort Knapsack die größte Produktionsanlage zur Herstellung von PP Compounds in der Welt. Diese Erweiterung ist ein weiterer Schritt einer Reihe von Kapazitätserweiterungen bei LyondellBasells PP Compounding Standorten um die steigende Nachfrage nach Spezialitäten-Kunststoffen für eine Vielzahl von Anwendungen zu befriedigen.

“PP Compounds haben in den letzten Jahren zu Sicherheit, Designfreiheit und Leistungsfähigkeit im Automobilbau wesentlich beigetragen, was sich in einem höheren Kunststoffanteil pro Automobil und dadurch einer Verringerung des Fahrzeuggewichts sowie erhöhter Kraftstoffeffizienz und niedrigerem CO2 Ausstoß widerspiegelt”, sagt Frank Noeltgen, Senior Director APS Business Europe. “Die Entwicklung von Elektrofahrzeugen und damit einhergehend einem zusätzlichen Bedarf von Kunststoffen für Batterien sowie Anwendungen im Motorraum, wird diesen Trend wahrscheinlich unterstützen.“

Die Spezialitäten-Granulierung von LyondellBasell in Knapsack ist einer der wichtigsten Bausteine des weltweit operierenden Chemieunternehmens, wenn es um Produkte für die Automobilindustrie geht. Die fünf Linien im Chemiepark Knapsack verwenden dabei in der benachbarten Polypropylen (PP) -Anlage hergestelltes oder aus anderen LyondellBasell Standorten zugeliefertes Rohgranulat – und veredeln dies durch Zugabe von Farbpigmenten, Stabilisatoren, Glasfasern oder Talk zu exakt nach Kundenwunsch hergestellten Unikaten. Das hergestellte Granulat findet dann seinen Weg zu den Spritzgussmaschinen der Automobilzulieferer, wo es zu hochwertigen Automobilteilen wie Armaturentafeln oder Türabdeckungen, Säulenverkleidungen oder Stoßfängern weiterverarbeitet wird.

Dabei haben sich die Anforderungen an die Fertigprodukte in den letzten Jahren erheblich gesteigert. Die heutigen Bauteile müssen hochwertige Oberflächen aufweisen, in einer Vielzahl von Farben, matt und sogar mit ausgesprochener softtouch-Anmutung zur Verfügung stehen – und vor allem leicht sein.

Beispielsweise produziert die neue Linie ein PP Compound aus der Hifax Produktserie, das als Dekorelement in der Frontschürze des neuen Audi Q5 Verwendung findet.  Der niedrige Talkgehalt reduziert das Gewicht im Vergleich zum vorher eingesetzten Kunststoff. Da das Bauteil nicht lackiert wird, sind eine hohe Oberflächenqualität und hohe Kratzfestigkeit zusätzliche Vorteile. Die nach Kundenwunsch zugefügten Additive bieten zudem eine hohe UV-Beständigkeit.

Die neue Produktionslinie in Knapsack ist eine wichtige Erweiterung des europäischen LyondellBasell Produktionsnetzwerks von PP Compounds in Milton Keynes, UK, Bayreuth und Tarragona, Spanien. Die Standorte unterstützen die Automobilhersteller mit ihren leichten Produkten in der Umsetzung einer EU-Richtlinie zur Verringerung des CO2-Ausstoßes ihrer Fahrzeugflotten in den kommenden Jahren.

Die Produktionserweiterung schafft 12 neue Arbeitsplätze, so dass für LyondellBasell in Knapsack jetzt rund 180 Personen tätig sind.


Thomas Kuhlow

Leiter Kommunikation
Tel.: +49 22 33 48-65 70
Fax: +49 22 33 48-94 65 70

ENERGIEVERSORGUNG

Die zuverlässige und kostengünstige Versorgung mit ausreichend Energie ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die chemische Industrie. Der Chemieparkbetreiber YNCORIS liefert die benötigten Energien in Form von Strom und Prozessdampf an die produzierenden Unternehmen.

Die Energieversorgung des Chemiepark Knapsack ist auch zu Spitzenlastzeiten garantiert.

Im Ersatzbrennstoffkraftwerk (EBKW) der EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH werden jährlich bis zu 300.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe thermisch zu Dampf und Strom verwertet. Ergänzt wird dies durch zwei Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD-Kraftwerk) des norwegischen Energieerzeugers Statkraft mit 800 MW und 400 MW installierter Leistung.

Außerdem wird der Chemiepark Knapsack von einem RWE Braunkohle-Kraftwerk in der direkten Nachbarschaft mit Prozessdampf versorgt.