27.09.19

Jeder Stuhl war besetzt

Die Belegschaft der Clariant traf sich zur Betriebsversammlung im Feierabendhaus


Es war eine Premiere, dass der Betriebsrat der Clariant Plastics & Coatings GmbH (Deutschland) zur Betriebsversammlung in den Rhein-Erft-Saal im Feierabendhaus geladen hatte. Der Blaue Salon im Hauptgebäude ist noch im Umbau und so ergab sich diese – durchaus reizvolle – Alternative. Doch der Betriebsratsvorsitzende Reiner Wirsbitzki hatte noch eine weitere Premiere in petto: Mentimeter, ein Tool, mit dem es möglich ist, während der Veranstaltung per Handy interaktiv und anonym Fragen zu stellen.

Reiner Wirsbitzki hieß alle freundlich willkommen: Belegschaft, Standortleiter Dr. Stephan Neunerdt, Personalleiter Johannes Heyer, Helge Herrwegen von der IGBCE, die JAV und die Kollegen vom Betriebsrat. Dann erläuterte er Organisatorisches, erklärte den Umgang mit Mentimeter und ermutigte alle, das Tool direkt während der laufenden Betriebsversammlung zu nutzen. Bevor er das Wort an Dr. Neunerdt übergab, würdigte man den überraschend verstorbenen Dieter Duffek, Schichtmeister im PZP-Betrieb, mit einer Gedenkminute.

Dann sprach der Standortleiter über die aktuelle wirtschaftliche Situation und stellte die Ergebnisse der Mitarbeiterumfrage vor. Das Unternehmen sieht sich einer unklaren Wirtschaftslage gegenüber, die dazu führt, dass Kunden ihre Bestellmengen verschieben, nicht bestellen oder sehr spontan ordern; das beeinflusst die Clariant als Lieferant ebenso wie als Kunde. Doch resümiert Dr. Neunerdt positiv: „Ich spreche hier von Marktschwankungen, die Ergebnisse der BU Additives sind im Ganzen sehr gut und solide. In den einzelnen Bereichen zeigt die Auftragslage ein sehr unterschiedliches Bild, darauf müssen wir flexibel und effizient reagieren.“

Nachhaltigkeit ist das Stichwort bei den Themen Mitarbeiterentwicklung und Ausbildung. Diese Herangehensweise hat sich bewährt: Standortinterne Ausschreibungen und ein strukturierter Bewerbungsprozess werden zur Rekrutierung von sieben neuen Führungskräften aus den eigenen Reihen führen. In der Summe beschäftigt man derzeit 15 Azubis mit dem Ziel der Übernahme nach Ausbildungsende.

In der globalen Mitarbeiterumfrage 2018 sind nach Meinung der Befragten die Standorte Knapsack und Gersthofen in Deutschland die am besten aufgestellten.

Anschließend trat Reiner Wirsbitzki vor das Plenum und stellte das neue Organigramm des Betriebsrates vor, das nun Klarheit über die verschiedenen Zuständigkeiten und Ausschüsse schafft, denn Betriebsratsarbeit ist umfangreich und die Themen vielfältig.

Bei den laufenden Verhandlungen auf lokaler Ebene stehen einige Punkte kurz vor dem Abschluss. Dazu zählt die Arbeitszeitgestaltung der Azubis; auch die Einführung des elektronischen Schichtbuchs ist so gut wie abgeschlossen. Der Dank des Betriebsrates galt dabei dem Projektleiter für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Auf Gesamtbetriebsratsebene sind drei abgeschlossene Themen zu verbuchen: das Einbringen weiterer Termine ins Langzeitkonto (jetzt quartalsweise möglich), die Anpassung der Entgeltbänder im AT–Bereich sowie die Veröffentlichung und Verteilung der neuen Arbeitsordnung an die Mitarbeiter. Weitere Themen finden sich auf beiden Ebenen in Verhandlung.

Auch in diesem Jahr gibt es einige Jubilare, die es insgesamt auf 260 Jahre Knapsacker Hügel bringen. Nach jeweils 49 Jahren gehen Heinz Friedrich Meier und Wolfgang Born zum 1. September 2019 in den wohlverdienten Ruhestand.

Im September starten fünf Chemikanten und eine Laborantin ihre Ausbildung bei der Clariant. Die Planung für 2020 steht: Ausbildungsstellen für vier Chemikanten, einen EfA und einen Mechaniker sind vorgesehen. Interessenten können sich bei der Personalabteilung oder beim Betriebsrat melden.

Zur eröffneten Tarifrunde 2019 erläuterte Helge Herrwegen kurz einige Punkte. Ende September startet die Verhandlungsrunde regional, die erste Verhandlung auf Bundesebene findet am 21./22. Oktober statt, die zweite Runde einen Monat später.

Zum Abschluss beantworteten Reiner Wirsbitzki und Dr. Stephan Neunerdt die zahlreichen per Mentimeter gestellten Fragen. Das System wurde gut angenommen, offensichtlich dient diese Form der Fragestellung einer Belebung der Diskussion.

„Ich danke Ihnen/Euch allen für diese tolle Veranstaltung und mein besonderer Dank gilt meinem Betriebsratsteam und seiner starken Arbeit!“, schloss Reiner Wirsbitzki die Veranstaltung, nicht ohne vorher zu einem kleinen Imbiss und als besonderes Privileg zu einer anschließenden exklusiven Führung durch das Feierabendhaus einzuladen.


Thomas Kuhlow

Leiter Kommunikation
Tel.: +49 22 33 48-65 70
Fax: +49 22 33 48-94 65 70

ENERGIEVERSORGUNG

Die zuverlässige und kostengünstige Versorgung mit ausreichend Energie ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die chemische Industrie. Der Chemieparkbetreiber YNCORIS liefert die benötigten Energien in Form von Strom und Prozessdampf an die produzierenden Unternehmen.

Die Energieversorgung des Chemiepark Knapsack ist auch zu Spitzenlastzeiten garantiert.

Im Ersatzbrennstoffkraftwerk (EBKW) der EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH werden jährlich bis zu 300.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe thermisch zu Dampf und Strom verwertet. Ergänzt wird dies durch zwei Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD-Kraftwerk) des norwegischen Energieerzeugers Statkraft mit 800 MW und 400 MW installierter Leistung.

Außerdem wird der Chemiepark Knapsack von einem RWE Braunkohle-Kraftwerk in der direkten Nachbarschaft mit Prozessdampf versorgt.