16.06.20

PRODUKTE IM KAMPF GEGEN CORONA

Die Unternehmen am Standort leisten einen wichtigen Beitrag


Es gibt Unternehmen, die auch in Krisensituationen unter keinen Umständen ausfallen dürfen. Auch einige der Unternehmen auf dem Knapsacker Hügel liefern in der Coronakrise unverzichtbare Infrastruktur oder Grund- und Inhaltsstoffe für die weitere Produktion und leisten damit einen wichtigen Beitrag beim Kampf gegen das Virus. Sie sind damit für die weitere Wertschöpfungskette von solch hoher Bedeutung, dass ein Ausfall weitreichende Folgen hätte. Weil sie dafür sorgen, dass andere versorgungsrelevante Betriebe auch in Zukunft weiter produzieren und die Bevölkerung adäquat versorgen können. Dazu zählen zum Beispiel Substanzen für Desinfektions- und Reinigungsmittel sowie Schlüsselkomponenten für Pflanzenschutzprodukte. Wir stellen Ihnen einige dieser Bereiche und Produkte im Kampf gegen das Coronavirus vor.

VERPACKUNGEN FÜR MEDIZINPRODUKTE

Ein wichtiges Material für Folien zur Verpackung von Medikamenten und Lebensmitteln, Kappen und Verschlüssen für Desinfektions- & Hygieneartikel oder Hohlkörper für Hygieneartikel stammt aus dem Chemiepark Knapsack – und zwar aus der Anlage der LyondellBasell. Hier werden außerdem Kunststoffgranulate und Kunststoffpulver hergestellt, die in für Haushaltsgeräte, sowie in der Automobilund Elektroindustrie notwendig sind. Für die Herstellung von Artikeln der Intensivmedizin, wie Blutbeutel, Schlauchsysteme, Sauerstoffmasken, Katheter, Infusions-Sets oder Tabletten-Blisterverpackungen produziert Vinnolit den Kunststoff PVC. Er kommt ebenfalls im Baubereich und im Automobilsektor zum Einsatz. Die im Chemiepark Knapsack produzierte Natronlauge ist eine wichtige Grundchemikalie für die Herstellung von Papier, Glas, Keramik, Aluminium, Viskosefasern, Pharmazeutika sowie Wasch- und Reinigungsmitteln, die gerade in diesen Zeiten für die Hygiene unverzichtbar sind. Chlor und Natronlauge sind außerdem essentiell für die Herstellung weiterer Produkte am Standort. Ohne sie müsste unter anderem CABB seine Produktion dringend benötigter Arzneimittel und Medizinprodukte einstellen, Bayer und BASF die Herstellung wichtiger Pflanzenschutzmittel.

ROHSTOFFE FÜR REINIGUNGS- UND DESINFEKTIONSMITTEL

Neben der Minimierung persönlicher sozialer Kontakte gilt ausgeprägte Hygiene als wichtigste Vorsichtsmaßnahme, um neue Ansteckungen zu vermeiden. Dazu leistet die hochreine Monochloressigsäure (MCA), die CABB am Standort Knapsack produziert, einen wichtigen Beitrag. MCA ist nämlich ein unverzichtbarer Bestandteil sogenannter Betaine, die unter anderem die Reinigungseigenschaften flüssiger Pflegemittel wie Handseifen oder Waschlotionen steuern. CABB ist ein strategischer Partner globaler Schlüsselproduzenten dieser chemischen Bausteine. Zudem stellt CABB Natronbleichlauge her, die aufgrund ihrer desinfizierenden Eigenschaften ein wichtiger Wirkstoff in zahlreichen Reinigungs- und Pflegemitteln ist. So wirkt Natronbleichlauge bereits in geringen Dosierungen effektiv gegen Kolibakterien und Staphylokokken und wird deshalb zum Beispiel in Sanitärgels eingesetzt.

PFLANZENSCHUTZMITTEL

Auf den ersten Blick haben Pflanzenschutzmittel wenig mit dem Coronavirus zu tun. Doch in der gerade begonnenen Pflanzsaison sind sie unverzichtbar, um die Nahrungsmittelsicherheit in den kommenden Monaten zu gewährleisten. BASF und Bayer stellen am Standort Knapsack Ausgangsstoffe für die Herstellung von Pflanzenschutzmitteln her. Sie werden zur Bekämpfung von Unkräutern und Pilzerkrankungen in der Landwirtschaft eingesetzt und schützen die Nutzpflanzen. Ohne sie würden die Erträge der Bauern dramatisch einbrechen.

WICHTIGE INFRASTRUKTURLEISTUNGEN

Strom, Gas oder Dampf, aber auch die Reinigung der Abwässer, sind Grundvoraussetzungen für die Produktion jedes Anlagenbetreibers. Ohne sie wäre ein Betrieb nicht zulässig. Gleichttps://www.yumpu.com/kiosk/Chemiepark_Knapsackhzeitig ist eine permanent hohe Verfügbarkeit dieser Leistungen für Unternehmen in der Prozessindustrie essentiell. Diese Leistungen stellt YNCORIS zusammen mit seinen Partnern bereit. Dazu zählt das Ersatzbrennstoffkraftwerk, das YNCORIS gemeinsam mit EEW Energy from Waste betreibt. Auch Statkraft betreibt am Standort Hürth-Knapsack zwei moderne Gas- und Dampfturbinenkraftwerke mit einer installierten Gesamtleistung von 1.230 Megawatt. Hinzu kommen Leistungen, die auf die Produktion zwar keinen direkten Einfluss haben, ohne die jedoch kein Chemiepark auskommt: die Werkfeuerwehr und der Werkschutz beispielsweise. Deren Mitarbeiter sind für die Sicherheit und Ordnung im Chemiepark verantwortlich, stellen den Bereitschaftsdienst an der Brandmeldeanlage und stehen für die Bekämpfung sowie die Vorbeugung von Bränden bereit. Dies sind nur einige von zahlreichen Beispielen – ungeachtet der zahlreichen Vorprodukte und Stoffe, die für das tägliche Leben der Menschen unerlässlich sind.

Mehr hierzu finden Sie in der aktuellen Ausgabe des KnapsackSPIEGEL unter https://www.yumpu.com/kiosk/Chemiepark_Knapsack


Thomas Kuhlow

Leiter Kommunikation
Tel.: +49 22 33 48-65 70
Fax: +49 22 33 48-94 65 70

ENERGIEVERSORGUNG

Die zuverlässige und kostengünstige Versorgung mit ausreichend Energie ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die chemische Industrie. Der Chemieparkbetreiber YNCORIS liefert die benötigten Energien in Form von Strom und Prozessdampf an die produzierenden Unternehmen.

Die Energieversorgung des Chemiepark Knapsack ist auch zu Spitzenlastzeiten garantiert.

Im Ersatzbrennstoffkraftwerk (EBKW) der EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH werden jährlich bis zu 300.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe thermisch zu Dampf und Strom verwertet. Ergänzt wird dies durch zwei Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD-Kraftwerk) des norwegischen Energieerzeugers Statkraft mit 800 MW und 400 MW installierter Leistung.

Außerdem wird der Chemiepark Knapsack von einem RWE Braunkohle-Kraftwerk in der direkten Nachbarschaft mit Prozessdampf versorgt.