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27.04.21

ZUKUNFTSWEISENDES VORHABEN

Statkraft plant Kraftwerksmodernisierung am Standort Hürth-Knapsack


Das seit 2007 im Chemiepark Knapsack ansässige norwegische Energieunternehmen Statkraft plant eine Modernisierung seines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks „Knapsack I“. Das Kraftwerk besteht aus zwei stromerzeugenden Gasturbinen, mit deren Abwärme zusätzlich Wasserdampf erzeugt wird, der dann eine ebenfalls stromerzeugende Dampfturbine antreibt. Die elektrische Leistung des Kraftwerks liegt bei etwa 800 MW, ausreichend für die Stromversorgung von etwa 500.000 privaten Haushalten. 

RUNDERNEUERUNG

Nach 14 Betriebsjahren steht nun eine große Revision an, sozusagen eine „Runderneuerung“ wesentlicher Kraftwerkskomponenten. Insbesondere bei den Gasturbinen hat es in den letzten Jahren Weiterentwicklungen gegeben. Sie ermöglichen eine höhere Leistungsfähigkeit durch effizientere Brennstoffnutzung in Verbindung mit einer flexibleren Fahrweise bei gleichzeitig verringerten Emissionen. Die wesentlichen Treiber sind an dieser Stelle Fortschritte bei der aerodynamischen Gestaltung der Gasturbinenschaufeln in Verbindung mit verbesserten Materialeigenschaften und optimierten Kühltechniken. „Mit diesem zukunftsweisenden Vorhaben leisten wir einen nachhaltigen Beitrag zur Sicherung einer flexiblen und verlässlichen Stromversorgung, bestens geeignet für die Integration der weiter steigenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien“, sagt Ludger Dinkelbach, seit dem letzten Sommer Standortleiter der Statkraft in Hürth-Knapsack.

„Mit diesen Verbesserungen können wir die Wettbewerbsfähigkeit des Kraftwerks steigern, den Standort Hürth stärken, Arbeitsplätze sichern und neue schaffen.“

Und Jörg Kutzera, bei der Statkraft verantwortlich für die Durchführung von Genehmigungsverfahren, ergänzt: „Die Modernisierung wird positive Auswirkungen auf Mensch und Umwelt haben. Da die Maßnahme während einer ohnehin geplanten Revision stattfinden wird, werden keine zusätzlichen Einflüsse außerhalb des Kraftwerkwerks wahrnehmbar sein.“

Für die Modernisierungsmaßnahme beantragt Statkraft eine Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz bei der Bezirksregierung Köln. Im Zuge des Genehmigungsverfahrens wird die Öffentlichkeit durch die Behörde informiert und beteiligt, voraussichtlich Mitte des Jahres.

Trotz des frühen Stadiums des Projekts möchten die Statkraft Verantwortlichen bereits jetzt darüber informieren und freuen sich über Fragen oder Anmerkungen an: kraftwerk-knapsack@statkraft.com


Thomas Kuhlow

Leiter Kommunikation
Tel.: +49 22 33 48-65 70
Fax: +49 22 33 48-94 65 70

ENERGIEVERSORGUNG

Die zuverlässige und kostengünstige Versorgung mit ausreichend Energie ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die chemische Industrie. Der Chemieparkbetreiber YNCORIS liefert die benötigten Energien in Form von Strom und Prozessdampf an die produzierenden Unternehmen.

Die Energieversorgung des Chemiepark Knapsack ist auch zu Spitzenlastzeiten garantiert.

Im Ersatzbrennstoffkraftwerk (EBKW) der EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH werden jährlich bis zu 300.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe thermisch zu Dampf und Strom verwertet. Ergänzt wird dies durch zwei Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD-Kraftwerk) des norwegischen Energieerzeugers Statkraft mit 800 MW und 400 MW installierter Leistung.

Außerdem wird der Chemiepark Knapsack von einem RWE Braunkohle-Kraftwerk in der direkten Nachbarschaft mit Prozessdampf versorgt.