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26.01.22

DAS TOR IST AUF, ABER DU BESTIMMST DEINEN WEG!

Vom Großvater bis zur Enkelin: Die Berufswelt vieler Knapsacker wurzelt in zweiter und dritter Generation. Sie sind Zeugnis und beste Referenz gelebter Unternehmenskultur. Auch bei Dr. Wolfgang Schick, Geschäftsführer und Werksleiter CABB, und Tochter Emma Schick, Auszubildende bei Vinnolit, prägt der Chemiepark Knapsack Familiengeschichte.


Dr. Wolfgang Schick ist Pfälzer, studierte in Karlsruhe: Nach Chemiestudium und Promotion startete er beruflich 1993 bei der Hoechst AG in Frankfurt. Wenig begeistert war er anfänglich über seine Versetzung in das Werk Knapsack: „Die Jungen werden erstmal in die Peripherie geschickt.“ 1996 trat er seine Stelle an als Betriebsleiter im Werksteil Hürth. Neu im Rheinland, nutze Wolfgang Schick gern die überbetrieblichen Sport- und Freizeitangebote im Chemiepark, so auch das Lauftreffen. „Mitarbeiter*innen unterschiedlicherBetriebe trafen sich zum Sport. Wir trugen alle dieselben T-Shirts, da stand Chemiepark Knapsack drauf. So bildeten wir eine Gemeinschaft.“, erinnert Dr. Schick schmunzelnd. In diesem sportlichen Kontext lernte er 1998 Irene Vogel kennen. Sie arbeitete als Laborantin bei der Rhein-Erft-Akademie. Und dies mit ganzem Herzen. Denn den Weg zur Chemie ebnete ihr Vater Johannes Vogel: ein Vollblut-Knapsacker, der 29 Jahre als erstklassiger Schlosser wertvolle Arbeit leistete.


GEMEINSAMER STOFFVERBUND

Bei Irene und Wolfgang blieb es nicht* bei der beruflich chemischen Verbindung; sie kristallisierte sich rasch zu einer festen. Mit ihrer Heirat entschied sich Irene mit einem lachenden und weinenden Auge zur Aufgabe ihres Berufes zugunsten eines gemeinsamen Familienaufbaus. Parallel dazu startete Dr. Schick karrieremäßig durch. Geschäftsführer und Werksleiter der CABB ist er heute. Tochter Emma ließ sich von den familiären Fährten zum Chemiepark Knapsack inspirieren und wählte daraus den Start für ihren eigenen Weg. “Mein erster praktischer Kontakt mit der Welt der Chemie bot sich mit der Kinderakademie der Rhein-Erft-Akademie. Da war ich in der Grundschule. Meine Mutter hat die Zündschnur zum Begeisterungsfunken gelegt. Das Praktikum in der 10. Klasse machte ich auch in der Rhein-Erft-Akademie. Meine Berufswahlstand fest: Chemielaborantin!“


FREI UND BEHÜTET – GEHT DAS?

„So sehr ich die berufliche Kompetenz meines Vaters schätze, ihn als Chef zu haben, wäre mir dann doch zu viel“, sagt Emma Schick: „Ich wohne ja auch noch bei meinen Eltern. So bewarb ich mich bei Vinnolit. Dort bin ich jetzt im zweiten Lehrjahr als Chemielaborantin. CABB und Vinnolit arbeiten eng zusammen, bilden einen gemeinsamen Stoffverbund: Vinnolit liefert Chlor an CABB, CABB liefert Chlorwasserstoff an Vinnolit. Wenn ich Fragen oder Gesprächsbedarf rund um meinen Berufsalltag und Ausbildung habe, sind meine Eltern die besten Ansprechpartner. Ihnen muss ich kein langes Intro geben, wie es bei Freunden erforderlich wäre und die dann doch nur geduldig nickend zuhören können, aber eigentlich nicht verstehen. Meine Eltern kann ich mit ein zwei Sätzen gleich dahin mitnehmen, was mir grad wichtig ist. Meine Mutter kennt einen meiner Ausbilder noch aus ihrer Berufszeit. Das ist Familie und eine Art Berufsfamilie. Sie schenken Vertrauen. Es ist Motivation plus nicht zu enttäuschen. Im Flow - ohne Druck. Mein Ziel jetzt ist die Ausbildung gut abzuschließen. Dann gibt es ja Weiterbildungsmöglichkeiten: Techniker und Meister, Richtung Forschung oder Betriebslabor. Die Wege sind offen, aber das muss ich nicht jetzt entscheiden.

Opa ist 87. Er fragt immer noch nach Knapsack. Ich habe mich für ihn angemeldet beim Newsletter der Pensionärsvereinigung Knapsack e.V. So kann ich ihn besser auf dem Laufenden halten. Wenn er körperlich kann und will, fahre ich ihn gern zum nächsten Treffen.“ 

Frei und behütet – ein dialektischer Widerspruch: Im Chemiepark Knapsack schließt er auf in eine neue Qualität des Berufsstarts. 


Thomas Kuhlow

Leiter Kommunikation
Tel.: +49 22 33 48-65 70
Fax: +49 22 33 48-94 65 70

ENERGIEVERSORGUNG

Die zuverlässige und kostengünstige Versorgung mit ausreichend Energie ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die chemische Industrie. Der Chemieparkbetreiber YNCORIS liefert die benötigten Energien in Form von Strom und Prozessdampf an die produzierenden Unternehmen.

Die Energieversorgung des Chemiepark Knapsack ist auch zu Spitzenlastzeiten garantiert.

Im Ersatzbrennstoffkraftwerk (EBKW) der EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH werden jährlich bis zu 300.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe thermisch zu Dampf und Strom verwertet. Ergänzt wird dies durch zwei Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD-Kraftwerk) des norwegischen Energieerzeugers Statkraft mit 800 MW und 400 MW installierter Leistung.

Außerdem wird der Chemiepark Knapsack von einem RWE Braunkohle-Kraftwerk in der direkten Nachbarschaft mit Prozessdampf versorgt.