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18.07.22

„SHE’S GOT THE LOOK!“

Iris Achten, Personalleiterin CABB GmbH, im Gespräch über Herausforderungen und Chancen des Arbeitsmarktes aus Unternehmer- und Arbeitnehmersicht.


Was sind die Trends, aktuellen Herausforderungen im Personalwesen?

Branchenübergreifend sind Personaler mit der Generation Y konfrontiert, den Jahrgängen zwischen 1980 bis hin zu den späten 1990ern. Y, englisch ausgesprochen „Why“. Das Hinter­fragen, Frage nach dem „Warum“, gilt als charakteristisch für diese Arbeitnehmer-Generation. Das ist gut so und stößt Ver­änderungen und neue Prozesse an. So ersetzt Teambildung zunehmend verschachtelte Zuständigkeitshierarchien. Das ist ein Win-Win-Beispiel für beide Seiten: mehr Arbeitszufrieden­heit und mehr Effizienz. Eine große Herausforderung für Un­ternehmen ist der Umgang mit den veränderten Bedürfnissen der Mitarbeitenden. Bei vorigen Generationen stand der Job häufig an erster Stelle. Im Vergleich dazu ist allein die quantita­tive Leistungsbereitschaft geringer. Flexible Arbeitszeitmodelle sind gefragt. Das möchte ich nicht pauschalieren, aber das ist aus meiner Sicht der Trend und die größte Veränderung in der neuen Arbeitswelt.

Work-Life-Balance – ein relativ neuer Anspruch an Job und Lebensqualität.

Doch die Produktion taktet nach wie vor gemäß optimaler Aus­lastung. Und in der chemischen Industrie brauchen wir umso mehr klassische Werte wie Zuverlässigkeit, Verantwortungs­bewusstsein – und auch die Bereitschaft, alles zu geben in seinem Job. Es möchte ja auch keiner von einem Chirurgen operiert werden, der grad nicht so gut drauf ist.

Die chemische Industrie bietet finanzielle Anreize.

Im Vergleich zu anderen Industrien zahlt die Chemie gute Ge­hälter. Daher treffen uns Personalprobleme noch nicht so hart wie andere Branchen aktuell. Doch das ist letztlich eine Frage der Zeit.

Motorradfahrer grüßen sich im Straßenverkehr. Personaler grü­ßen einander mittels erstellter Arbeitszeugnisse. Gelten immer noch dieselben Geheimcodes?

Geheim sind diese Codes schon lange nicht mehr, sie sind viel­fach im Internet abrufbar. Eigentlich ist versteckte Kritik, soge­nannte Kassiber, gesetzlich verboten. Doch praktisch gehören die alten Codes immer noch zu den etablierten Zeugnisformu­lierungen. Wenn diese nicht enthalten sind, denken Arbeitneh­mer, ihnen fehlt etwas. So wird sich in nächster Zeit wohl kaum etwas daran ändern.

Worauf achten Sie bei Bewerbungen?

Bei den standardisierten Formulierungen muss man im wahrs­ten Sinn zwischen den Zeilen lesen. Schließlich kennen wir nicht die vorige Situation. Vertraue ich der Einschätzung meines unbekannten Personaler-Kollegen oder meiner Men­schenkenntnis? Mir ist es am liebsten, wenn ich mir in einem persönlichen Gespräch selbst ein Bild machen kann. Skeptisch bin ich, wenn jemand häufig in kurzen Abständen seinen Ar­beitsplatz gewechselt hat.

Was lieben Sie besonders an Ihrem Beruf?

Für die passenden Personalressourcen Sorge zu tragen, das ist mehr als Heuern und Feuern. Mitarbeiterzufriedenheit ausbau­en und fördern, aber auch alte Muster aufbrechen und neue Wege einschlagen – auch das geht am besten auf Augenhöhe.

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„Ich freue mich, dass wir mit Iris Achten eine so kompetente Personalfachfrau gewinnen konnten, die als Volljuristin ein ausgeprägtes Wissen im Bereich Arbeitsrecht mitbringt. “

Dr. Wolfgang Schick Geschäftsführer CABB GmbH


Thomas Kuhlow

Leiter Kommunikation
Tel.: +49 22 33 48-65 70
Fax: +49 22 33 48-94 65 70

ENERGIEVERSORGUNG

Die zuverlässige und kostengünstige Versorgung mit ausreichend Energie ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die chemische Industrie. Der Chemieparkbetreiber YNCORIS liefert die benötigten Energien in Form von Strom und Prozessdampf an die produzierenden Unternehmen.

Die Energieversorgung des Chemiepark Knapsack ist auch zu Spitzenlastzeiten garantiert.

Im Ersatzbrennstoffkraftwerk (EBKW) der EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH werden jährlich bis zu 300.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe thermisch zu Dampf und Strom verwertet. Ergänzt wird dies durch zwei Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD-Kraftwerk) des norwegischen Energieerzeugers Statkraft mit 800 MW und 400 MW installierter Leistung.

Außerdem wird der Chemiepark Knapsack von einem RWE Braunkohle-Kraftwerk in der direkten Nachbarschaft mit Prozessdampf versorgt.