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2020 - 2029 Das neue Jahrzehnt bringt neue Perspektiven

2020

  • Die Covid-19 Pandemie zwingt den Chemiepark Knapsack zu unvorhergesehenen Maßnahmen. In kürzester Zeit müssen umfangreiche Lenkung-, Koordinierungs- und Arbeitskreise auf den verschiedensten Ebenen installiert werden, um die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Chemiepark Knapsack zu gewährleisten.
  • Standortunternehmen leisten mit ihren Produkten von Grund- und Inhaltsstoffen einen wichtigen Beitrag für den Kampf gegen das Corona-Virus.
  • Im Mai kam es über die Abwasserbehandlungsanlage zur Einleitung eines Farbstoffes in den benachbarten Duffesbach, der diesen gelb-grün färbte. Dabei handelte es sich um Uranin, ein für Umwelt, Mensch und Tier ungefährliches, wasserlösliches Natriumsalz.
  • Fertigstellung der Palurec Produktions-Anlage. Palurec fokussiert sich auf das Recycling von Rohstoffen aus Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel.
  • Am 01. Juli 2020 übernimmt Ludger Dinkelbach die Kraftwerksleitung der beiden Gas- und Dampfkraftwerke von Statkraft. Der bis zu diesem Zeitpunkt verantwortliche Kraftwerksleiter Thomas Krumm verlässt Anfang 2021 das Unternehmen.
  • Vinnolit startete im Sommer 2020 mit zwei neuen Binnenschiffen in eine neue Ära der Vinnolit-Logistik. Erstmals hat das Unternehmen Transportschiffe für Natronlauge gechartert. Die Binnenschiffe wurden mit dem Green-Award-Zertifikat ausgezeichnet.
  • Die Werkfeuerwehr des Chemiepark Knapsack führt erstmalig den ABC-Lehrgang für Berufsfeuerwehrleute des Rhein-Erft-Kreises und darüber hinaus erfolgreich durch.
  • Im Chemiepark Knapsack findet im September die „Nacht der Technik Rhein-Erft“ unter aufwändigen Corona-Bedingungen erfolgreich statt.
  • Synlab tätigt eine der größten Investitionen der vergangenen Jahre in Knapsack. Ein neues NMR-Gerät sorgt für schnellere und bessere Messergebnisse.
  • Im Chemiepark Knapsack findet die bisher größte Notfall-Übung der Werkfeuerwehr und des Werkskrisenstabs unter Einbeziehung der Kreisleitstelle des Rhein-Erft-Kreises, Bezirksregierung und der Feuerwehr der Stadt Hürth statt.
  • Dr. Carsten Buchaly ist seit Oktober 2020 Betriebsleiter des neu formierten Pflanzenschutzmittel-Bereiches der BASF im Chemiepark Knapsack.
  • Erneut sind Auszubildende der Yncoris unter den Abschlussbesten der IHK Köln.
  • Die Unterflurwaage für Lkw im Knapsacker Chemiepark-Teil wird komplett ausgetauscht und erneuert.
  • Sebastian Hecht wird Team-Mitglied der Notfall- und Krisenmanager der Yncoris im Chemiepark Knapsack.
  • Bayer investiert knapp zwei Millionen in eine neue Abfüllanlage für den Safener Isoxadifen.
  • Yncoris unterstützt zehn Mitarbeiter bei ihrer ehrenamtlichen Vereinstätigkeit mit insgesamt 5000 Euro.
  • Yncoris fördert die Elektromobilität und eröffnet im November 2020 fünf öffentliche Ladesäulen im Bereich der Logistik, gegenüber des Feierabendhauses.

2021

  • Nach 14 Betriebsjahren des Gas- und Dampfturbinenkraftwerkes I von Statkraft steht eine große Revision an. Insbesondere werden die Gasturbinen an die technische Weiterentwicklung angepasst.
  • Im Chemiepark Knapsack werden Industriedrohnen eingesetzt, um für mehr Sicherheit und Effizienz zu sorgen. Sie kommen unter Anderem zum Einsatz in Silos, Tanks, Kühltürmen und -becken und zur Überwachung von Rohrleitungen.
  • Alexander Stwerka ist neuer Betriebsleiter des Vinylchlorid-Betriebs der Vinnolit im Chemiepark Knapsack.
  • Statkraft bildet erstmals Mechatroniker für die Gas- und Dampfturbinenkraftwerke in Knapsack aus.
  • Im Juli 2021 verursachte die Flutkatastrophe nicht nur im gesamten Rhein-Erft-Kreis hohe Menschen- und Sachschäden. Auch der Chemiepark Knapsack blieb nicht verschont. Durch den Jahrhundertregen füllte sich die Abwasserbehandlungsanlage so rasch, dass es zu einem Wasseraustritt über die Industriestraße kam. Analysen ergaben, dass sich der Schadstoffgehalt im Rahmen der genehmigten Konzentrationen hielt und keine Gefahr für Mensch und Umwelt bestand. Yncoris und die Standortfirmen des Chemieparks spendeten hohe Summen an die Opfer der Flutkatastrophe in Hürth und dem Rhein-Erft-Kreis.
  • Die OS-Anlage der LyondellBasell zur Herstellung von Polypropylen feiert 30-jähriges Bestehen.
  • Ein neuer Rotor der Gasturbine im Gas- und Dampfturbinenkraftwerk von Statkraft wird als Schwertransport in einer Nacht- und Nebel-Aktion vom Duisburger Binnenhafen über die Autobahnen in den Chemiepark transportiert.
  • Nach vielen Jahren ist das Bebauungsplanverfahren für die südliche Erweiterung des Chemiepark Knapsack abgeschlossen. Etwa 13 ha Gelände stehen nun der Ansiedlung von neuen Gewerbebetrieben zur Verfügung und werden den Chemiestandort und die Stadt Hürth weiter stärken.
  • Das Feierabendhaus Knapsack wird Außenstelle des Standesamtes der Stadt Hürth.
  • Ein neuer Meilenstein bei Clariant ist die erfolgreiche Neu- bzw. Weiterentwicklung von halogenfreien Flammschutzmitteln in Hürth. Der Spezialchemikalienhersteller eröffnet dazu eine neue Produktionsanlage.
  • Die Werkfeuerwehr im Chemiepark Knapsack erhält ein neues Fahrzeug, ein Großtanklöschfahrzeug. Es ist optimal auf die Anforderungen im Chemiepark ausgerichtet und ermöglicht ein effektiveres Löschen und bietet gleichzeitig mehr Schutz den Einsatzkräften.
  • Die Pflanzenschutzmittelbetriebe von Bayer haben eine neue Leitung bekommen. Dr. Willy Reißel und Dr. Laura David verantworten die Produktionsanlagen.
  • Dr. Clemens Mittelviefhaus, Geschäftsleitung Yncoris, wird erneut zum Vorstandsvorsitzenden der Initiative ChemCologne e.V. gewählt.
  • Neuer haustechnischer Leiter des Feierabendhauses wird Daniel Platen. Er folgt auf Johann-Josef Ruth, der in den Ruhestand versetzt wurde.
  • Der Chemiepark Knapsack ist wieder mit öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadtwerke Hürth zu erreichen.
  • Nach langer Corona-Zwangspause fand Anfang 2021 wieder ein Politischer Feierabend im Feierabendhaus Knapsack statt. Eingeladen waren Vertreter der Verwaltung und der Politik zu einem ungezwungenen Austausch untereinander und mit Vertretern des Chemiepark Knapsack.
  • Dr. Clemens Mittelviefhaus, Geschäftsleitung der Yncoris, geht zum 31.12.2021 in den geplanten Ruhestand. Nachfolger ist Christoph Kappenhagen, zuvor Mitglied der Geschäftsführung der Momentive und Leiter der Momentive-Niederlassung in Leverkusen.

 

ENERGIEVERSORGUNG

Die zuverlässige und kostengünstige Versorgung mit ausreichend Energie ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die chemische Industrie. Der Chemieparkbetreiber YNCORIS liefert die benötigten Energien in Form von Strom und Prozessdampf an die produzierenden Unternehmen.

Die Energieversorgung des Chemiepark Knapsack ist auch zu Spitzenlastzeiten garantiert.

Im Ersatzbrennstoffkraftwerk (EBKW) der EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH werden jährlich bis zu 300.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe thermisch zu Dampf und Strom verwertet. Ergänzt wird dies durch zwei Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD-Kraftwerk) des norwegischen Energieerzeugers Statkraft mit 800 MW und 400 MW installierter Leistung.

Außerdem wird der Chemiepark Knapsack von einem RWE Braunkohle-Kraftwerk in der direkten Nachbarschaft mit Prozessdampf versorgt.