60 Jahre Feierabendhaus Knapsack

 

Das Feierabendhaus in Knapsack wurde gebaut in der Zeit von 1955 bis 1957, nachdem die Kriegsschäden in den Produktionsanlagen und der Infrastruktur behoben worden waren und mit Phosphor und Carbid große Umsätze erzielt werden konnten. Die Chemieindustrie erholte sich schnell nach dem Krieg und der damalige Vorstandsvorsitzende der Knapsack-Griesheim AG, Dr. Friedbert Ritter, beschenkte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die letztendlich den Erfolg einfuhren, mit dieser Veranstaltungshalle. Sie sollte ein Symbol für den Aufschwung und das prosperierende Knapsack sein.

Im Feierabendhaus fanden große Betriebsveranstaltungen statt. Immerhin hatte Knapsack in den Hochzeiten mehr 4.500 Mitarbeiter. Die bis dahin für Veranstaltungen der Knapsack-Griesheim AG genutzte Sporthalle in Knapsack platzte aus allen Nähten. Somit war es für das Gelingen von Weihnachtsfeiern, Jubilarfesten, Lehrlingsaufnahmen und reisprechungen und vielen anderen, immer wiederkehrenden Veranstaltungen notwendig, einen auch vom äußeren Erscheinungsbild passenderen Rahmen zu finden.

Viele Jahrzehnte war das Feierabendhaus Knapsack die gute Stube für Knapsack und Hürth; war praktisch ebenbürtig mit dem Gürzenich in Köln. Doch der Wandel der Zeit machte auch vor dem Feierabendhaus Knapsack nicht Halt. Unternehmensformen und -namen kamen und gingen. Auf die Knapsack-Griesheim AG folgte die Knapsack Aktiengesellschaft und 1974 wurde der Standort ein Werk des damaligen Chemie-Weltkonzerns Hoechst AG. 1998 wurde, nach der Auflösung der Hoechst AG, der Standort zum bundesweit ersten Industriemodell, dem Chemiepark Knapsack.

Mit dem Chemiepark Knapsack kamen viele Chemieunternehmen und der Chemieindustrie verbundene Unternehmen an den Standort. Damit einher ging allerdings auch ein Zerfall der Mitarbeiterstruktur. Die Mitarbeiter teilten sich auf die verschiedenen Unternehmen auf, es gab kein einzelnes Unternehmen mehr. Aber auch die Mitarbeiterzahl verringerte sich mit Einzug der immer höher technisierten Produktionsfahrweisen. Vieles wurde nun von Maschinen und Messgeräten gesteuert und überwacht.

Mit der Bildung des Chemiepark Knapsack und der damit verbundenen Gründung der InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG als Standortbetreiber in 1998 ging das Feierabendhaus Knapsack in das Eigentum der InfraServ Knapsack über. Durch die Übernahme der Produktionsanlagen am Standort durch neue Unternehmen, deren jeweiligen Mitarbeiterzahlen weitaus geringer waren als das zu Hoechster-Zeiten der Fall war, ging die Nutzung des Hauses stark zurück. Die Standortunternehmen bevorzugten für die kleinere Mitarbeiterzahl weniger große Räumlichkeiten und wichen so auf kleinere Veranstaltungsorte aus.

Das Feierabendhaus Knapsack durchschritt viele Formen des wirtschaftlichen Überlebens. Heute ist es in erster Linie ein Tagungsort für Kongresse und Seminare. Einzig die Eigentümerin, die InfraServ Knapsack, mit ihren über 900 Mitarbeitern in Knapsack, nutzt das Haus heute für Betriebsversammlungen und Firmen-Großveranstaltungen. Auch die Pensionärsvereinigung Knapsack trifft sich hier regelmäßig zum vorweihnachtlichen Jahrestreffen.

Alle vier Jahre ist das Feierabendhaus Knapsack eine Begegnungs- und Informationsstätte für den gesamten Chemiepark Knapsack und seine Nachbarn sowie Interessierte überhaupt: Dem Tag der offenen Tür. So soll der 60. Jahrestag des Feierabendhauses Knapsack genutzt werden, um die Geschichte des Veranstaltungshauses zu erzählen. Wir starten vom Anfang an und enden bei der heutigen Situation.

 

 

Interesse geweckt?

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ENERGIEVERSORGUNG

Die zuverlässige und kostengünstige Versorgung mit ausreichend Energie ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die chemische Industrie. Der Chemieparkbetreiber InfraServ Knapsack liefert die benötigten Energien in Form von Strom und Prozessdampf an die produzierenden Unternehmen.

Die Energieversorgung des Chemiepark Knapsack ist auch zu Spitzenlastzeiten garantiert.

Im Ersatzbrennstoffkraftwerk (EBKW) der EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH werden jährlich bis zu 300.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe thermisch zu Dampf und Strom verwertet. Ergänzt wird dies durch zwei Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD-Kraftwerk) des norwegischen Energieerzeugers Statkraft mit 800 MW und 400 MW installierter Leistung.

Außerdem wird der Chemiepark Knapsack von einem RWE Braunkohle-Kraftwerk in der direkten Nachbarschaft mit Prozessdampf versorgt.