Zukunft erleben: Tag der offenen Tür in der Rhein-Erft Akademie

Spannende Einblicke, innovative Technologien und echte Mitmachmomente


Wer an diesem Samstag die Rhein-Erft Akademie betritt, spürt sofort die Mischung aus Neugier, Energie und einem Hauch Zukunftsplanung. Zwischen Werkstätten, Laboren und Infoständen begegnet man Menschen, die auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Chemiepark verbunden sind. Darunter auch eine Familie, die gleich drei Generationen vereint: Ein Großvater, der vor fünf Jahrzehnten hier seine berufliche Reise begann, seine Tochter, die heute selbst Azubis begleitet, und die Enkel, die mit offenen Augen erkunden, welche Möglichkeiten sich ihnen eröffnen könnten.
 


 


Ein Tag, der Perspektiven öffnet
Schon auf dem Weg zur Akademie liegt eine angenehme Stimmung in der Luft, die sich auch im Gebäude fortsetzt. Die Mitarbeitenden empfangen die Besucher freundlich, beantworten Fragen und versorgen alle mit den nötigen Informationen. Viele kennen sich schon, und selbst die neuen Schüler fühlen sich sofort als Teil der Gemeinschaft.

Der Standplan verspricht eine Menge spannender Stationen und die inzwischen schon berühmte „Stempelkarte" sorgt für zusätzlichen Ansporn, möglichst viele davon auszukundschaften.


Teamleiterin Claudia Bernzen
Mittendrin ist Claudia Bernzen, Teamleiterin der AzubiAgentur. Sie und ihr Team sind ständig im Gespräch und eine wichtige Anlaufstelle für alle Beteiligten – egal ob Schüler, Lehrkräfte oder Kolleginnen und Kollegen. Sie beantworten Fragen, geben Tipps und sorgen dafür, dass sich alle willkommen fühlen.

„Für uns ist es wichtig, dass die Schüler die Akademie als einen Ort wahrnehmen, an dem sie Fragen stellen können und alles ausprobieren dürfen. Wir möchten, dass sie die Vielfalt der Berufe entdecken und erleben, wie praxisnah Lernen hier funktioniert. Und vor allem soll es einfach Spaß machen.“


Wo Theorie auf Praxis trifft
An den Ständen tauschen sich Expert*innen und Gäste intensiv aus. Eine gute Mischung entsteht durch Teams aus erfahrenen Mitarbeitenden und engagierten Azubis. Sie begegnen den Schülern auf Augenhöhe und nehmen ihnen schnell die anfängliche Scheu.

Echte Highlights sind auch diesmal die Mitmach-Stationen. Hier herrscht viel Betrieb und bei manchen Aktionen braucht man ein wenig Geduld. Doch das Konzept funktioniert: Die Aufgaben werden spielerisch gelöst, es gibt keinen Druck und die Begeisterung überträgt sich schnell.

Dirk Borkenhagen, Leiter Ausbildung bei YNCORIS, freute sich über das durchweg positive Feedback. Besonders hervorgehoben wurde, mit welcher Begeisterung die Azubis ihre Berufe vorgestellt haben und wie motivierend die aktive Teilnahme an den Ständen wirkte. „Für mich ein großes Lob an die Azubis und alle, die an der Veranstaltung mitgewirkt haben. Eine klare Bestätigung, dieses Format beizubehalten“, sagt Borkenhagen.


Ein Ort zum Durchatmen: Stimmen aus dem Betriebsrestaurant
Wie immer gut besucht und sehr beliebt: das Betriebsrestaurant. Teamleiter Frank Ebeling ist auch in diesem Jahr in seinem Element, freut sich über jedes Gespräch und zeigt, dass für ihn das Miteinander im Fokus steht.

Zwei Schüler, die bei einem guten Essen eine kurze Pause einlegen, schildern ihre Eindrücke. Auch für sie steht eine möglichst sichere berufliche Zukunft hoch im Kurs. Besonders beeindruckt waren sie von den vielfältigen Möglichkeiten der Ausbildung vor Ort – vom Labor über die Technik bis in die Chemie. Schnell wurde klar: praktische Fähigkeiten zählen. Bei aller Auswahl sei es aber ihrer Meinung nach wichtig, nichts zu überstürzen. Erst die Schule abschließen, dann Schritt für Schritt weitermachen. Wer realistisch einschätzt, was möglich ist, kann am Ende oft mehr erreichen, als er selbst glaubt.

Was zählt: Erwartungen und Wünsche der jungen Besucher
Eine kleine Umfrage unter den Schülern lieferte spannende und doch sehr klare Erkenntnisse. Bei der Frage, was ihnen bei einem Beruf besonders wichtig ist, nannten sie an erster Stelle Respekt – geben und erhalten – sowie Zukunftssicherheit und eine faire Entlohnung. Viele betonten außerdem, wie wichtig es ihnen ist, ernstgenommen zu werden und wirklich etwas zu lernen. Vor Ort waren sie beeindruckt von der Vielfalt der Unternehmen und den Chancen, die sich ihnen boten. Das Thema Fachkräftemangel kennen sie zwar, es beeinflusst ihre eigenen Pläne aber kaum. Jeder muss seinen Weg selbst finden. Die meisten wissen noch nicht genau, welchen sie gehen möchten. Ihr Rat an das zukünftige Ich: Mache, was dir Spaß macht. Man kann immer neue Wege gehen.


Ein Blick von innen: Erfahrungen aus der Ausbildung
Auch Luik Vogt, Auszubildender im zweiten Jahr, kam zu Wort. Reflektiert berichtete er von seinen Erfahrungen:
„Die Ausbildung ist sehr abwechslungsreich und eröffnet viele Möglichkeiten, sogar in unterschiedlichen Ländern zu arbeiten. Die Erfahrungen, die man hier sammelt, kann einem niemand mehr nehmen. Man fühlt sich dadurch gut auf die Zukunft vorbereitet. Auch die angebotenen Weiterbildungen sind ein großer Vorteil. Mit einer solchen Ausbildung findet man fast sicher einen gutbezahlten Job – vom Industriekletterer bis zum Unterwasserschweißer.“

Besonders beeindruckt ist Vogt von den Ausbildern und der praxisnahen Arbeit:
„Die Ausbilder sind wirklich echte Fachleute und zugleich praxisnah. Zum Beispiel werden benötigte Ersatzteile für den Automotor mal „eben zwischendurch” gemeinsam mit den Azubis am 3D-Drucker hergestellt. – das macht Spaß und zeigt, dass sich immer eine Lösung findet, wenn man das Know-how hat. Auch im Alltag versteht man so besser, wie Dinge funktionieren, und denkt oft: „Das könnte ich jetzt selbst reparieren.‘ Das motiviert enorm. Wichtig finde ich auch, dass man von Anfang an lernt, wie wichtig Teamarbeit und gegenseitige Unterstützung sind. Wer sich aktiv einbringt, profitiert davon – fachlich und im Miteinander.